Sicherheitsfachkraft vs. Sicherheitsvertrauensperson

Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (§7 ASchG) verpflichtet ArbeitgeberInnen dazu, für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen. Gemäß diesem Gesetz ist jedes Unternehmen – egal welche Branche und Größe – verpflichtet, eine Sicherheitsfachkraft einzusetzen. Wenn in einem Unternehmen regelmäßig mehr als 10 MitarbeiterInnen beschäftigt werden, ist zusätzlich eine Sicherheitsvertrauensperson zu bestellen. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Funktionen? Die Antwort dazu erfahren Sie im folgenden Blog!

Was ist eine Sicherheitsvertrauensperson?

Eine Sicherheitsvertrauensperson (SVP) ist nach §10 ASchG ein Arbeitnehmer, der eine besondere Funktion in Bezug auf Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und Unfallverhütung in einem Betrieb ausübt. Eine SVP muss eine Ausbildung von mindestens 24 UE auf dem Gebiet des ArbeitnehmerInnenschutzes nachweisen.

Sicherheitsvertrauenspersonen haben die Aufgabe, durch ihre unmittelbare Einbindung in das betriebliche Geschehen, Arbeitsschutzprobleme im Betrieb zu erkennen und adäquate Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Zudem vertreten sie die Sicherheits- und Gesundheitsinteressen ihrer Kollegen gegenüber dem Arbeitgeber und den zuständigen Behörden / Stellen.

Die Anzahl der Sicherheitsvertrauenspersonen richtet sich nach der Anzahl der MitarbeiterInnen in einem Unternehmen.

Anzahl

ArbeitnehmerInnen

Anzahl

Sicherheitsvertrauenspersonen

von bis
11 50 1
51 100 2
101 300 3
301 500 4
501 700 5
701 900 6
901 1400 7
1401 2200 8
2201 3000 9
3001 3800 10

Für je weitere 800 ArbeitnehmerInnen ist jeweils eine zusätzliche Sicherheitsvertrauensperson erforderlich.

Was ist eine Sicherheitsfachkraft?

Jedes Unternehmen – egal welche Branche und Größe – ist laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) verpflichtet, Präventivfachkräfte (Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmediziner …) einzusetzen.

Unternehmen bis 50 MitarbeiterInnen werden von der AUVA kostenlos betreut, ab 51 MitarbeiterInnen bedarf es einer externen Sicherheitsfachkraft.

Tipp: Auch Unternehmen <50 MitarbeiterInnen sollen – nicht nur wegen der Rechtssicherheit – eine externe Sicherheitsfachkraft beauftragen. Ein sicherer Arbeitsplatz mit den entsprechenden Nachweisen (Unterweisungen, Überprüfungen …) stärkt jedes Unternehmen!

Die Aufgaben der Sicherheitsfachkraft liegen in der Unterstützung und Beratung der ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen, Sicherheitsvertrauenspersonen und Belegschaftsorgane auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und der menschengerechten Arbeitsgestaltung.

Abgrenzung zu Sicherheitsvertrauenspersonen

Sicherheitsfachkräfte müssen im Vergleich zu Sicherheitsvertrauenspersonen nicht zwingend ArbeitnehmerInnen des jeweiligen Betriebes sein. Zudem muss eine Sicherheitsfachkraft über eine Ausbildung von etwa 340 UE auf dem Gebiet des ArbeitnehmerInnenschutzes nachweisen. Mehr Beratungsfunktion für den Arbeitgeber in Hinblick auf ArbeitnehmerInnenschutzvorkehrungen und Unfallverhütung obliegen ebenfalls einer Sicherheitsfachkraft. Natürlich haben sie mit ihrem Fachwissen auch ArbeitnehmerInnen, Belegschaftsvertreter und auch Sicherheitsvertrauenspersonen zu beraten.

Nähere Informationen zum Thema Präventivfachkräfte finden Sie hier: https://www.übleis.at/blog/praeventivfachkraefte-fuer-ihre-sicherheit-und-gesundheit/

Kommentare:

1 Kommentar.

Ähnliche Beiträge

Menü