Alten Hasen passieren keine Unfälle, oder?

Als „alter Hase“ im Unternehmen denken Sie, es gibt nichts, dass Sie nicht schon gesehen haben? Sie haben genug Routine in der Durchführung der von Ihnen ausgeführten Tätigkeiten? Sie kennen alle potentiellen Gefahren und Techniken, sodass Ihnen keine Unfälle passieren können? Doch das ist leider eine beliebte Fehleinschätzung!

Auch erfahrene Mitarbeiter machen Fehler!

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, dass auch Berufserfahrung und Weiterbildung einen erfahrenen Mitarbeiter nicht immer schützen können (vgl. BAUZ Ausgabe 15).

Die unten angeführte Abbildung 1 veranschaulicht, dass es in jüngeren Jahren im Verhältnis zu den Unfällen einen geringen Anteil an Todesfällen gibt. Dies kehrt sich in der Folge mit steigendem Lebensalter um. Jeder dritte tödlich Verunglückte gehört zur Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen. Zudem ergab die Auswertung, dass die überwiegende Anzahl der Todesopfer männlich war (vgl. Statistisches Handbuch der Österreichischen Sozialversicherung 2021).

Statistik Arbeitsunfälle 2020

Abbildung 1: Arbeits- und Todesunfälle nach Altersgruppen, Statistisches Handbuch der Österreichischen Sozialversicherung 2021

Unterweisen Sie alle Mitarbeiter!

Oftmals wird das strikte Einhalten von Vorschriften und Regeln als übertrieben, überflüssig oder sogar sinnlos empfunden. Doch wenn es um „Gefahr für Leib und Leben“ geht, dann gibt es zur konsequenten Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen keine Alternative. Diese Aussage kann in Sicherheitsunterweisungen nicht oft genug betont werden. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie auch erfahrene Mitarbeiter regelmäßig unterweisen. Der Grund liegt darin, dass die zunehmende Routine dazu führen kann, dass sich „alte Hasen“ in Sicherheit wiegen und Gefährdungen unterschätzen. Binden Sie erfahrene Mitarbeiter als Helfer und Referent in Unterweisungen ein, um von deren Erfahrungen profitieren zu können und um diese bei der Reflektion der Gefährdungen zu unterstützen.

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