Zum Nachdenken: Jetzt ist es doch passiert!

In unserem heutigen Blogbeitrag widmen wir uns dem Thema „Arbeitsunfälle auf Baustellen“. Vor allem Beschäftigte im Bauwesen sind einem höheren Risiko eines Arbeitsunfalles ausgesetzt als Beschäftigte anderer Sparten. Unfälle, die sich auf Baustellen ereignen, haben im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen auch häufig schwerere Folgen für die Betroffenen. Lesen Sie anbei, wie eine kleine Unachtsamkeit, das ganze Leben eines Poliers verändert.

Es war einmal …

Viele Märchen fangen mit diesen 3 Wörtern an. Doch die nachfolgende Geschichte ist tatsächlich passiert – kein Märchen und leider auch kein Einzelfall. Es ist wirklich geschehen. Eine glückliche Familie (Vater, Mutter, 2 Kinder) haben sich den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Der Pool war für die Familie zwar ein Luxusgut, aber mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Im Winter gönnte sich die Familie einige Tage Skiurlaub und im Sommer Badeurlaub im Süden.

Was will man mehr? Doch dann passierte etwas, woran niemand gedacht hätte und dieser Moment wurde zur Zerreißprobe für die ganze Familie. Es war kein Autounfall, keine plötzliche Krankheit, sondern eine kleine Unachtsamkeit des Vaters am Arbeitsplatz.

Mir kann das nicht passieren!

Der Vater war Polier auf einer Baustelle und übte seinen Beruf gerne und mit voller Leidenschaft aus. Sein Leitsatz lautete immer: „Safety First“ – ohne Sicherheit geht gar nichts. In diesem Sinne hat er auch seine Baustellen geführt. Doch dann passierte es. Auf dem Weg zum Baucontainer läutete das Telefon. Sein Chef rief an und seine ganze Konzentration war auf sein Telefon gerichtet. Natürlich hebt man ab, wenn der Chef anruft. Es war ein wichtiger Anruf, zumal es sich um eine Terminabklärung für die nächste Betonlieferung handelte.

Plötzlich war nur noch ein lauter Knall zu hören. Was war passiert? Durch seine kurze Unachtsamkeit übersah er den mit Baustahl beladenen Lastkraftwagen und kam mit beiden Beinen unter die Räder.

Alles ändert sich!

Der Familienvater wachte auf der Intensivstation auf und konnte sich an nichts mehr erinnern. Er erfuhr was passiert war und dass er bereits seit 2 Wochen um sein Leben kämpfte. Er hat es überlebt – die Beine blieben dran, sitzt aber im Rollstuhl und ist ab der Gürtellinie abwärts gelähmt.

Nichts ist mehr wie früher – was bringt die Zukunft?

Er wird nie wieder als Polier arbeiten können. Wie wird der Familienurlaub in Zukunft aussehen? In den Pool kommt er nur mithilfe des nachträglich montierten Liftes für Gehbehinderte rein. Schwimmen musste er sowieso neu erlernen – es ist nicht einfach, wenn man seine Beine nicht spürt.

Die Kosten für den Lift für den Pool haben die Schwiegereltern übernommen. Der Polier erhält eine Versehrtenpension von 50% seines bisherigen Gehaltes. Die Finanzierung des Hauses nimmt monatlich auch noch 870 Euro in Anspruch. Seine Frau verdient als Verkäuferin für 40 Stunden 1.470 Euro netto. Die Kinder sind schulpflichtig und kosten natürlich auch Geld … Bekleidung, Essen, Exkursionen, Sprachreisen.

Welche Probleme stehen nun an der Tagesordnung? Ist das zu schaffen?

Es war nur eine kleine Unachtsamkeit und es hat sein ganzes Leben verändert. Ihr Leben ist wertvoll, bitte achten Sie darauf!

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