Geschützte Haut – gesunde Haut!

Wussten Sie, dass berufsbedingte Hauterkrankungen die zweithäufigste Berufskrankheit in Österreich sind? Die gute Nachricht: Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen sind arbeitsbedingte Hauterkrankungen vermeidbar.

Was sind die häufigsten Hauterkrankungen?

Meist handelt es sich bei den Hauterkrankungen um Handekzeme. Das sind Entzündungen der Haut, die Bläschen bilden, häufig nässen und infolge von Hautrissen sehr schmerzhaft sein können. Hervorgerufen werden sie überwiegend durch Feuchtarbeiten, also den wiederholten Kontakt mit Wasser, Desinfektions- und Reinigungsmitteln. Das lange Tragen von Handschuhen kann ebenfalls zu Hauterscheinungen führen.

Wer sind die Hochrisikogruppen für Hauterkrankungen?

Laut Statistik lassen sich Hochrisikogruppen ausmachen, wie zum Beispiel ArbeitnehmerInnen im Friseurhandwerk, in der Metall- und Baubranche, in der Reinigungs- und Pflegebranche sowie in der Gastronomie oder der Holz verarbeitenden Industrie.

Hautschutz in Zeiten von COVID-19!

In der aktuellen Situation ist häufiges Händewaschen und übermäßiges Desinfizieren der Hände wichtig, um die Verbreitung von COVID-19 durch Schmierinfektion zu vermeiden. Aber was kann man tun, um Hauterkrankungen vorzubeugen?

  • Tragen Sie Handschuhe nur so lange wie nötig!
  • Verwenden Sie keinen Hand- und Armschmuck!
  • Wechseln Sie zwischen Feucht- und Trockenarbeiten!
  • Verwenden Sie einen Handschuh, der für die jeweilige Tätigkeit geeignet ist!
  • Cremen Sie Ihre Hände regelmäßig ein!
  • Achten Sie auf eine richtige Eincremetechnik! Auch die Fingerzwischenräume, der Daumen und die Fingerspitzen brauchen Pflege.
  • Beachten Sie das 3-Punkte-System: Hautschutz – Hautreinigung – Hautpflege. Dadurch können Sie bereits im Vorfeld viele Hautschäden vermeiden!

Schutz- und Pflegecremen gehören im beruflichen Alltag ebenso als persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe. PSA muss unentgeltlich vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt und von den ArbeitnehmerInnen verpflichtend genommen werden.

Hautveränderungen immer rechtzeitig behandeln lassen!

Werden Ekzeme nicht rechtzeitig behandelt, können sie chronisch werden und im weiteren Verlauf zur Abgabe der beruflichen Tätigkeit zwingen. Bei arbeitsbedingten Hautveränderungen deshalb immer frühzeitig den Arbeitsmediziner oder einen Hautarzt aufsuchen.

Prävention von Hauterkrankungen!

Der Schwerpunkt der Arbeitsmedizin liegt in erster Linie in der Prävention von Hauterkrankungen und der Frühintervention zur Verhinderung schwerer Hauterkrankungen. Die AUVA bietet zum Präventionsschwerpunkt „Haut“ ein umfassendes Maßnahmenpaket. Wer frühzeitig handelt, erhöht seine Heilungschancen und die Chance, den Beruf weiter ausüben zu können.

Weitere Infos zum richtigen Hautschutz finden Sie unter www.auva.at/gesunde-haut.

Kommentare:

Ähnliche Beiträge

Menü