Das S.T.O.P.-Prinzip!

Im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) sind im § 7 die „Grundsätze der Gefahrenverhütung“ festgelegt (Quelle: https://www.jusline.at/gesetz/aschg/paragraf/7). Aus diesen Grundsätzen lässt sich eine Reihenfolge von Maßnahmen ableiten, die allgemein auch als „S.T.O.P.-Prinzip“ bezeichnet werden.

Was bedeutet S.T.O.P.?
  • Substitution
  • Technische Schutzmaßnahmen
  • Organisatorische Schutzmaßnahmen
  • Personenbezogene Schutzmaßnahmen

Bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen ist immer zuerst zu überprüfen, ob ein Ersatz (Substitution) möglich wäre.

Substitution = Ersetzen von Gefahrenquellen

Das bedeutet, dass Gefahrenquellen entweder ganz beseitigt oder soweit „entschärft“ werden, dass keine Gefährdungen mehr vorliegen.
Beispiel: Ersetzen von ätzenden oder giftigen Reinigungsmittel durch neutrale Reinigungsmittel.

Wenn eine Substitution nicht möglich ist, dann ist abzuklären, ob es technische Schutzmaßnahmen gibt.

Technische Schutzmaßnahmen für einen sicheren Arbeitsplatz

Durch den Einsatz von Schutzeinrichtungen können mögliche Gefahrenquellen ausgeschlossen werden.
Beispiel: Einsatz von Schutzgitter oder Schutzgehäuse bei maschinellen Anlagen.

Wenn es keine technischen Schutzmaßnahmen gibt, dann stellt sich die Frage, ob sich die Gefährdungen durch organisatorische Maßnahmen verringern lassen.

Gut geplant ist halb gewonnen

Bei organisatorischen Schutzmaßnahmen geht es um die räumliche oder zeitliche Trennung einer Gefahrenquelle vom Menschen.
Beispiele: Trennung von Fußwegen und Stapler-Fahrwegen, Beschränkung der Personenanzahl in einem bestimmten Arbeitsbereich, Beschränkung der Arbeitszeit bei Arbeiten mit hoher Lärm- oder Gefahrstoffbelastung.

Wenn eine organisatorische Schutzmaßnahme auch nicht möglich ist, dann ist eine persönliche Schutzausrüstung festzulegen.

P für Persönliche Schutzausrüstung

Bei personenbezogenen Maßnahmen ist der individuelle Schutz des Menschen durch richtiges Verhalten und den Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung von Bedeutung.
Beispiele: Einsatz von Schutzbrillen, Schutzhelm oder Sicherheitsschuhen, Arbeitsschutz-Unterweisungen.

Um Risiken bestmöglich zu vermeiden, müssen alle geeigneten Maßnahmen ergriffen werden. Sind zum Beispiel technische Maßnahmen möglich, dann sind personenbezogene Maßnahmen alleine nicht ausreichend!

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