Kein Schutzhelm hält ewig!

Die Lebensdauer von Schutzhelmen hängt von mehreren Einflussfaktoren ab. Welche das sind und wie Sie die Haltbarkeit von Schutzhelmen überprüfen können, erfahren Sie in unserem Blog.

Einheitliche Ansprüche an den Schutzhelm

Schutzhelme müssen der DIN Norm EN 397 (Industrieschutzhelme) entsprechen. Diese Norm gibt folgende Anforderungen vor:

  • Stoßdämpfung zum Schutz vor herabfallenden Gegenständen oder pendelnden Lasten
  • Durchdringungsfestigkeit zum Schutz vor spitzen und scharfen Gegenständen
  • Flammbeständigkeit
  • Kinnriemenbefestigung

Folgende Anforderungen sind möglich, aber keine Pflichtanforderung:

  • Schutz bei sehr niedrigen Temperaturen (bis -30°C)
  • Schutz bei sehr hohen Temperaturen (+150°C)
  • Elektrische Isolierung (bis 440 V)
  • Molten Metal (MM)
  • Seitliche Verformung

Kennzeichnung von Schutzhelmen

Industrieschutzhelme müssen mit einer Kennzeichnung versehen werden. Diese Kennzeichnung findet man in der Regel an der Unterseite des Helmschildes und muss folgendes beinhalten:

  • CE Kennzeichen sowie die Kennnummer der gemeldeten Stelle, die die Produktionsüberwachung durchführt
  • Norm (EN 397 für Industrieschutzhelme)
  • Name und Zeichen des Herstellers
  • Jahr und Quartal der Herstellung
  • Typbezeichnung des Herstellers
  • Größe oder Größenbereich (Kopfumfang in cm)
  • Kurzzeichen des verwendeten Helmmaterials (bei Industrieschutzhelmen)

Welche Materialien gibt es?

Es gibt Helme aus thermoplastischem und duroplastischem Kunststoff. Der Unterschied liegt darin, dass duroplastische Helme hitzebeständiger sind. Zudem besitzen sie eine gute chemische Beständigkeit. Gängige duroplastische Werkstoffe für Industrieschutzhelme sind unter anderem glasfaserverstärktes ungesättigtes Polyesterharz (UP-GF) oder faserverstärktes Phenol-Formaldehyd-Harz (PF-SF).

Der thermoplastische Helm überzeugt durch seine Bruchfestigkeit bei Kälte (bis zu -40°). Thermoplastische Materialien für Industrieschutzhelme sind unter anderem Polyethylen (PE), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) oder glasfaserverstärktes Polypropylen (PP-GF).

Haltbarkeit von Schutzhelmen

Die Lebensdauer von Schutzhelmen hängt von zwei Faktoren ab: Zeit und mechanische Beanspruchung. Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und Luftverunreinigung setzen den Schutzhelmen ebenfalls zu. In der Gebrauchsanweisung des Herstellers ist die Benutzungsdauer des Helms genau definiert.

Wichtiger Hinweis: Nach einem starken Stoß sollte der Helm ausgewechselt werden, zumal die Stabilität durch nicht sichtbare Veränderungen eingeschränkt sein kann. Bei offensichtlichen Beschädigungen liegt ein Austausch des Schutzhelmes auf der Hand.

Machen Sie den Knacktest!

Doch wie kann man in der Praxis überprüfen, ob man einen Schutzhelm auswechseln soll oder nicht? Dafür gibt es einen einfachen Trick. Mit dem Knacktest lässt sich überprüfen, ob ein Schutzhelm bereits spröde ist. Und so funktioniert es:

Drücken Sie die Helmschale mit den Händen seitlich leicht ein beziehungsweise verbiegen sie den Schirm leicht. Wenn Sie mit angelegtem Ohr ein Knister- oder Knackgeräusch hören, dann muss der Helm gegen einen neuen Schutzhelm ausgetauscht werden.

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